| DER SIEG IM AUFSTIEGS-PLAYOFF - EIN HOCKEYKRIMI | |
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12.02.05 | HC Graz - Westend | Ergebnis: 9:7 (5:5, 2:2) Eines vorweg: Dieses Spiel war nichts für schwache Nerven. Von Anfang an zeigten wir den mitgereisten Grazer Fans, denen unser Dank gilt, und dem Publikum in der Posthalle, dass wir dieses Spiel gewinnen wollten. Trotz leichter Überlegenheit der Grazer gingen die Gegner durch ein Tor Marke Rudofsky in Führung. Nach einigen vergebenen Chancen war es aber bald darauf Tom Pokorny, der erstmals den Ball im Netz der Gegner versenkte. Als wir durch ein zweites Tor von Tom in Führung gingen, schienen wir die Partie immer besser in den Griff zu bekommen. Allerdings mußten wir aus einem Penalty leider noch vor der Pause den Ausgleich hinnehmen. Mit frischer Motivation ging es in die zweite Halbzeit, in der wieder Tom nach sensationellem Pass von Markus Stern sein drittes Tor erzielte. Obwohl die Gegner dagegenhielten und auch ein Tor erzielten, gelang es uns, den Vorsprung auf 5:3 auszubauen. Kubi aus einer Ecke und Heli aus einem Penalty waren die Torschützen. Durch Konzentrationsfehler in den letzten vier Minuten ermöglichten wir dem Gegner noch, sich mit einem Unentschieden ins Penaltyschießen zu retten. Mark war als erster Schütze vorgesehen, da er einer unserer sichersten Schützen ist - und der verzieht seinen Schuß. Westend kann Chrisi im Tor bezwingen und führt. Kubi versenkt mit etwas Glück seinen 7m. Dann hat unser Goalie seinen starken Auftritt und pariert den zweiten Penalty von Westend. Frank (eiskalt ins linke Kreuzeck) und der Westend-Spieler versenken die Kugel im Netz. Tom Pokorny trifft ganz souverän und der vierte Westendspieler knallt den Ball an den Pfosten. Jetzt hat Heli es in der Hand, als fünfter Schütze alles klar zu machen und er versenkt - ganz gegen seine Gewohnheit - den Ball unter die Querlatte. Jetzt kennt der Jubel keine Grenzen - ein Traum ist nach 21 Jahren Hockey in Graz in Erfüllung gegangen: Die Grazer Herren spielen in der Saison 2005/2006 in der Staatsliga A !!! |
| SPIELBERICHTE DER B-LIGA MEISTERSCHAFT |
30.01.05 | HC Graz - Universitas | Ergebnis: 8:5 (4:2)
Torschützen: Gerhard Kubassa 3; Markus Stern 3; Tom Pokorny, Frank Hartmann
KE: 2/1 : 2/0; 7m: 0/0 : 2/1
Tabellenplatzierung vor dem Spiel:
Spannung also bis zum letzten Spiel. Da Mödling in seinem letzten Meisterschaftsspiel am Tag zuvor die Steirer vom zweiten Tabellenplatz verdrängt hatte, mußten in diesem Spiel gegen die schon fix für die Relegation qualifizierten und in der Meisterschaft führenden Wiener drei Punkte erreicht werden um Mödling noch abfangen zu können.
Es wurde also gleich von Anfang an den Wiener Verteidigern wenig Platz für den Spielaufbau gelassen und mit einem etwas defensiver eingestellten Center die Verteidigung der Grazer in der Defensive und im Spielaufbau verstärkt.
Die ersten 10 Minuten waren geprägt von einem konzentrierten Abtasten beider Mannschaften ohne nennenswerte Torchancen. Die Grazer konnten sich in dieser Phase gut auf die etwas geänderte Taktik einstellen und hatten dabei die größeren Spielanteile. Frank Hartmann war es dann der nach schönem Zuspiel von Manfred "Mani" Berger den Ball kurz vor dem Tormann flach ins Tor lenkte. Gleich darauf konnten die Grazer auf 2:0 stellen.
Gerade in dieser starken Phase der Grazer konnte Universitas von zwei Fehlern unserer Verteidigung in der Vorwärtsbewegung profitieren. Beim 2:1 konnte Rödl völlig freistehend im Schußkreis angespielt werden und den Ball ins Tor schieben. Das 2:2, wieder Rödl, folgte gleich im nächsten Spielzug.
Doch die Herren des HC Graz liessen sich nicht beirren. Konzentriert wurde die Taktik eingehalten. Und Markus "Wayne Groulx" Stern kann mit 2 Toren den Pausenstand von 4:2 fixieren.
Nun wurde es spannend. Hatten die Grazer in der zweiten Halbzeit in vielen Spielen der Meisterschaft unnötige Tore erhalten, welche meistens zu einem Rückstand führten, klappte es an diesem Tag vor allem einmal von den Spielanteilen her besser. Die Wiener fanden nur wenige effektive Torchancen vor. Und vor allem die Defensivarbeit wurde bestens bewerkstelligt. Nur zwei kurze Ecken, von denen bei keiner der Ball den Weg ins Tor fand wurden zugelassen. Bei Ecke Nummer 2 konnte sich Frank Hartmann mit einer wunderschöne Schlägerabwehr im Herauslaufen auszeichnen.
Durch einen 7m kommen die Blau Weißen noch einmal auf 4:3 heran. Im Gegenzug lässt der Grazer Center Gerhard "Kubi" Kubassa mit einem Alleingang über das gesamte Feld auch dem Torwart keine Chance und stellt auf 5:3 und somit den Zweitorevorsprung wieder her. Eine bezeichnende Szene für dieses Spiel: Die Grazer gingen derart konzentriert über diese 50 Minuten, sodass sie nie in Rückstand gerieten bzw. gleich im Anschluß an den Ausgleich wieder den Führungstreffer erzielten.
Die Grazer kontrollierten auch in dieser Phase. Der zweite 7m für Universitas kann vom Grazer Torwart Christian "Chrisi" Savora, der auch schon beim ersten Strafstoß den Ball nur knapp nicht aus dem rechten unteren Ecke fischen konnte, pariert werden. Bis zu dieser Phase war es eine spannende, kampfbetonte Partie auf hohem B-Liga Niveau. Durch insgesamt drei gelber Karten wurde es in den letzten 10 Minuten unnötigerweise hektisch. Die erste harte gelbe Karte wird gegen Universitas ausgesprochen. Gleich im Anschluß wird der Grazer Center vom Platz gestellt, weil er nach einem Pfiff des Schiedsrichters angeblich den Ball gespielt hat. Und auch in dieser Phase kontrollieren die Grazer das Spiel und nutzten die freien Räume besser. Als dann auch noch ein zweiter Universitasspieler vom Platz gestellt wird und die Wiener ihren Torwart gegen einen Feldspieler tauschen war die Partie gelaufen.
Die Blau weißen finden keine Möglichkeit den Druck nochmals zu erhöhen und eine Minute vor Schluß fixiert Markus Stern mit seinem dritten Tor des Tages den Endstand von 8:5 und somit die erste Mastersteilnahme für den HC Graz.
Tabellenplatzierung nach dem Spiel:
Zum Abschluß des Grunddurchgangs kurz gesagt: Der HC Graz hat in seinem letzten und besten Spiel der Saison gezeigt, dass die Mannschaft für die Liga der besten 8 reif ist.
Bericht: Helmut Promitzer.
23.01.05 | HC Hernals - HC Graz - | Ergebnis: 5:4 (2:3)
Torschützen: Gerhard Kubassa 2, Manfred Berger 2
KE: 10/2 : 2/0; 7m: 0/0 : 0/0
Mit 10 Minuten Verspätung (die halbe Mannschaft inkl. Torwart) traf aufgrund einer einstündigen Sperre der A2 am Wechsel erst 5 Minuten vor Spielbeginn in der Posthalle ein, startete diese Partie. Trotzdem erwischte der HC Graz einen guten Start und konnte nach wenigen Minuten durch einen schnellen Konter mit 1:0 in Führung gehen. Die erste Ecke der Wiener führte dann auch gleich zum ersten Torerfolg der Posttruppe. Die erste Halbzeit war geprägt durch Unsicherheiten in der Abwehr. Dadurch konnte Hernals mehrmals gefährlich in den Schußkreis eindringen. Dank unseres Torwarts Christian Chrisi Savora wurden allerdings mehrere Torchancen der Gegner in dieser Phase des Spiels zu nichte gemacht. Dafür funktionierte unser Offensivspiel in Halbzeit Eins besser. Ein 3:2 Pausenstand für Graz war das Ergebnis.
In Halbzeit Zwei können die Steirer auf 4:2 davonziehen. 15 Minuten vor Schluß ließ allerdings die Konzentration der Steirer merklich nach. Vor allem im Spielaufbau wurden viele Bälle zu ungenau abgespielt, sodaß diese von den Postlern abgefangen werden konnten. Teilweise wurde der Ball sogar in der eigenen Hälfte nur auf Verdacht blind abgespielt. So auch beim 4:4. Anstatt den Ball in der eigenen Hälfte zu sichern, wurde jener noch Meter vor der Mittellinie direkt auf den Hernalser Mittelmann gespielt und die gegnerischen Stürmer ließen unseren Torwart in einer 2:1 Situation keine Chance.
Auch konnte der grünweiße Sturm die Chancenauswertung der ersten Halbzeit nicht mehr erzielen. Zwei 1:1 Situationen gegen den Torwart brachten weder ein Tor noch eine Kurze Ecke. Nach dem 5:4 für Post wurde von den Grazern etwas zu spät der Torwart gegen einen sechsten Feldspieler getauscht, sodaß nicht mehr genügend Zeit blieb, um den nötigen Druck für den wichtigen Punktegewinn zu sorgen.
In dieser wichtigen Partie (ein Sieg hätte den 2. Tabellenplatz gebracht, welcher schon vor Meisterschaftsende die Relegationsteilnahme gesichert hätte) schafften es die Grazer Hockeyherren nicht, die Konzentration über die gesamte Spielzeit aufrecht zu erhalten. In der Offensive wurde, vor allem in Halbzeit Zwei, nicht mit dem nötigen Nachdruck um jeden Ball gekämpft (nur 2 Ecken für Graz). Und auch die Defensivabteilung hatte nicht ihren besten Tag. In einer derartig wichtigen Partie gegen einen gleichwertigen Gegner etwa 10 Ecken zu erhalten sollte den Grazern Anreiz genug sein, sich in der letzten Meisterschaftspartie besser zu verkaufen und dort die notwendigen drei Punkte für die Relegationsteilnahme zu sichern.
Bericht: Helmut Promitzer.
16.01.05 | HC Graz - Prater HS | Ergebnis: 7:5 (3:3)
Torschützen: Tom Pokorny 2, Markus Stern 2, Helmut Promitzer 2, Frank Hartmann 1
KE: 5/1 : 1/0; 7m: 1/1 : 0/0
Die Ausgangssituation vor diesem Spiel war klar: Mit einem Sieg konnte ein weiterer Anwärter um den zweiten Tabellenplatz, welcher die Relegationsteilnahme sichert im direkten Duell ausgeschalten werden. Beide Mannschaften begannen mit einer defensiven Taktik wobei Prater HS den glücklicheren Start erwischte. Der HC Graz startete zu verhalten und Prater HS konnte durch einen schnellen Konter in den ersten Spielminuten auf 0:1 stellen. In der ersten Halbzeit mußte der HC Graz immerwieder einen Rückstand aufholen. Mit einem 3:3 ging es in die Pause.
In der zweiten Halbzeit bekam der HC Graz das Spiel besser in den Griff. Der Ball wurde besser laufen gelassen und durch schnelle Konter konnten die Steirer die gegnerische Verteidigung nun vermehrt in Bedrängnis bringen. Eine sichere 6:3 Führung Mitte der zweiten Halbzeit war das Ergebnis. Mit ein wenig Glück wäre der Vorsprung auch noch höher ausgefallen. 2 Ecken der Grazer strichen nur knapp an der Torstange vorbei und Manfred Berger setzte den Ball nach schönen Alleingängen zweimal nur an die Stange.
Fünf Minuten vor Schluß wurde es noch einmal spannend. Durch unnötige Ballverluste der Grazer in der Vorwärtsbwegung schaffte es Prater innerhalb zwei Minuten auf 6:5 heranzukommen. Nun konzentrierten sich die Grün Weißen wieder auf ihre Verteidigung. Wenige Sekunden vor Schluß nutzte Markus Stern einen zu schwach abgespielten Freischlag von Kaut in der gegnerischen Hälfte und Helmut Promitzer konnte 4 Sekunden vor der Schlußsirene den Ball mühelos ins leere Tor schieben und den 7:5 Endstand herstellen.
Das Spiel war sicher kein rassiges Hockeyhighlight. Ein Lob sei an dieser Stelle an den Grazer Sturm gerichtet. Nicht nur das Kombinationsspiel in den schnell ausgeführten Konter klappten besser als im Spiel vom Vortag, sondern wurden auch die Defensivaufgaben über die gesamte Spielzeit konzentriert bewerkstelligt.
Bericht: Helmut Promitzer.
15.01.05 | Blau Gelb - HC Graz | Ergebnis: 4:8 (0:3)
Torschützen: Tom Pokorny 3, Heli Promitzer 2, Markus Stern 1, Frank Hartmann 1, Gerhard Kubassa 1
KE: 5/2 : 9/1; 7m: 0/0 : 1/0
Die wichtigste und leider schlechteste Nachricht gleich zu Beginn: Sekunden vor der Pausensirene wird Reinhard Brantner im gegnerischen Schußkreis vom Neudorfer Goalie mit den Kickern voll an der rechten Ferse getroffen und muß humpelnd das Spielfeld verlassen. Diagnose noch am Samstag abend im LKH Graz: Durch äußere Einwirkung Riß der Achillessehne. Hockeypause voraussichtlich 4 bis 6 Monate. Alles Gute von dieser Stelle.
Zum Spiel: In der ersten Halbzeit schaffte es der HC Graz zwar noch oft gefährlich in den Neudorfer Schußkreis einzudringen, doch fanden dort die Grazer Stürmer meistens im guten slowakischen Torwart im Dress der Neudorfer ihren Meister. Zu ungestüm im Abschluß waren die Bemühungen der Steirer. Und auch die Ecken funktionierten nicht in gewohnter Weise. Diese wurden verstoppt oder waren zu ungenau geschossen, sodaß diese vom Torwart oder den Verteidigern abgewehrt werden konnten. Nur ein Tor aus fünf Ecken war das Ergebnis in Halbzeit Eins.
Mit einem 3:0 Vorsprung aus der ersten Hälfte versuchte der HC Graz in der zweiten Halbzeit dann noch den Druck zu erhöhen, um vielleicht noch etwas für das Torverhältnis zu tun. Ohne Erfolg. Immer wieder fanden lange Pässe der Gegner über die Bande aber auch durch die Mitte ihren Weg zu den Neudorfer Stürmern, sodaß auch unsere Verteidigung und Torwart beschäftigt waren. In dieser Phase spielte nur unser Goalie Christian "Chrisi" Savora in seiner gewohnten Form und machte einige gefährliche Chancen der Niederösterreicher zu nichte. In der Offensive fanden wir keine Mittel um unsere Bemühungen auch in Tore umzusetzen.
Auch haderten einige Grazer Spieler wieder mit den Schiedsrichtern. 1 gelbe Karten und 5 Minuten Unterzahl waren der "Erfolg" dafür. Alles in allem kein berauschendes Spiel der Grazer. Einzig, dass die drei wichtigen Punkte nach Graz geholt worden sind kann als Erfolg gewertet werden. Dass die zweite Halbzeit mit nur einem Tor Unterschied und 5:4 Toren für die Steirer endete muß als Ansatz genommen, dass auch gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner die Konzentration über die gesamte Spielzeit aufrecht zu erhalten ist.
Tabellenstand im Laufe der Meisterschaft (alle Spiele bis einschließlich 15.01.05)
Bericht: Helmut Promitzer.
19.12.04 | HC Graz - HC Hernals | Ergebnis: 4:3 (1:1)
Torschützen: Kubassa Gerhard 3, Promitzer Helmut | KE: 7/3 : 5/0
Das erste Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften in dieser Meisterschaft bot mehr Hockeyk(r)ampf als attraktives Hockey in der Grazer Unionhalle. Der HC Graz versuchte von Anfang an die Gegner mit offensiven Forechecking unter Druck zu setzen. Durch den Ausfall unsers Kapitäns und Verteidigers Mark Kröll konnten wir allerdings in der Verteidigung nicht den nötigen Rückhalt für dieses offensive Spiel bieten, und so kam auch Hernals durch die Mitte immer wieder gefährlich in unsere Verteidigungszone. Noch dazu fällt unser dritter Verteidiger Manfred Berger nach ca. 10 Minuten mit einer Muskelverletzung aus.
Unsere erste kurze Ecke von Helmut Promitzer prallte noch vom Stangenkreuz zurück ins Spielfeld. Mit unserer dritten Ecke können wir endlich mit 1:0 in Führung gehen. Hernals blieb aber weiterhin gefährlich und kann zum 1:1 Pausenstand ausgleichen.
In der zweiten Halbzeit kommt auf beiden Seiten Unruhe auf und es wurde statt mit der feinen Hockeyklinge von beiden Teams eher mit der Brechstange versucht zum Erfolg zu kommen. Der HC Graz fand keine Mittel gegen die Defensive der Hernalser und so endeten zu viele Angriffe in den Brettern der Gegner.
Souverän war zu diesem Zeitpunkt nur unser Torwart Christian "Chrisi" Savora, indem er alle Ecken der Wiener gekonnt abwehrte. Durch Gerhard "Kubi" Kubassa können wir wieder mit 2:1 in Führung gehen. Hernals gleicht zum 2:2 aus. HC Graz steckt diese Fehlentscheidung (war es beim ersten Tor noch eine Streitfrage, wurde der zweite Ausgleich von klar ausserhalb des Kreises erzielt) weg und drängt wieder auf die Führung. Die dadurch in der Verteidigung entstehenden Fehler können von den Hernalsern zu unserem Glück nicht umgesetzt werden und der Ball streicht mehrmals knapp an unserem Tor vorbei.
Durch einen 7-Meter kann Hernals mit 2:3 in Führung gehen. Wir erzielen durch eine Ecke durch "Kubi" den Ausgleich und schwächen uns fünf Minuten vor Spielende durch eine 2-Minuten Strafe selbst. Auch die letzte Minute müssen wir aufgrund einer gelben Karte mit einem Mann weniger auskommen. Anscheinend wird von unserer Seite mangelnde Kondition gegen Spielende eher durch Verbalorgien als durch letztes körperliches Aufbäumen kompensiert.
10 Sekunden vor Schluß bekommen wir in Unterzahl eine kurze Ecke durch eine etwas zu rüde Vorgehensweise eines Hernalsers in der eigenen Hälfte zugesprochen. Kann die erste Ecke nach der Spielzeit von den Wienern noch mit dem Fuß abgewehrt werden, holt "Kubi" bei der zweiten Ecke in der Überzeit mit einem scharfen Ball ins Netz die 3 Punkte nach Graz.
Wieder konnten wir, diesmal glücklich, ein Spiel in der Schlußphase für uns entscheiden. Wir schafften es heute nicht unsere Konzentration über 50 Minuten durchgehend aufrecht zu erhalten. Durch Eigenfehler in der Vorwärtsbewegung und oft zu hektische Spielweise von der Defensive ausgehend, brachten wir uns zu oft in Bedrängnis. Die Weihnachtspause kommt uns gerade recht, um unseren Ausfällen die notwendig Ruhephase zu gönnen und uns als Mannschaft vor den Jännerspielen beim Dreikönigsturnier in München wieder zu sammeln.
Bericht: Helmut Promitzer.
18.12.04 | HG Mödling - HC Graz | Ergebnis: 2:2 (2:1)
Torschützen: Thomas Pokorny, Helmut Promitzer | KE: 5/1 : 3/1
Die Ausgangslage vor diesem Spiel war folgende: Die beiden Teams treffen in ihrer 5. Meisterschafttsrunde aufeinander. Das erste Spiel in Graz zwei Wochen zuvor brachte für Mödling den bisher einzigen Sieg. Mödling hielt bei 4 Punkte und Graz bei 9. Für HC Graz bestand also die Möglichkeit, bei einem Erfolg einen direkten Konkurrenten für den begehrten 2. Tabellenplatz in Schach zu halten.
Die Vorzeichen aus Grazer Sicht waren jedoch kaderbedingt nicht die besten. Eine der beiden Verteidigungslinien fiel verletzungsbedingt komplett aus und auch die Offensivlinien waren nicht vollzählig. Eine defensive Kontertaktik mit nur einem Wechselspieler gegenüber einer vollen Mödlinger Ersatzbank war also angesagt.
Und die Taktik ging gegenüber dem Heimspiel voll auf. HC Graz startete äußerst konzentriert und ließ die Niederösterreicher in der Grazer Hälfte nur wenig Spielraum. Durch Konter konnte der HC Graz schon in den ersten Minuten gefährlich in den gegnerischen Schußkreis eindringen. In der 7. Minute war es dann Thomas Pokorny, der nach einem Pass von Reinhard Brantner den Ball über den Torwart zur 0:1 Führung ins Netz beförderte.
Nur wenige Minuten später gelang den Mödlingern nach ihrer ersten Ecke durch eine Abgebervariante flach ins lange Ecke der 1:1 Ausgleich. Der 2:1 Pausenstand für Mödling resultierte aus einem Freischlag am Kreis, welcher von der Grazer Verteidigung nicht konzentriert genug abgeblockt wurde. Eine 2 Minutenunterzahl überstanden die Grazer in der ersten Halbzeit ohne Gegentreffer und unsere erste Kurze Ecke kann vom Mödlinger Verteidiger von der Torlinie ins Torout gelenkt werden.
Nach der Pause versucht Mödling weiterhin den Druck zu erhöhen, doch stellte das Pressing der Niederösterreicher für unsere Verteidigung keine großen Probleme dar. Zu ungestüm waren die Angriffe der Mödlinger. Die Steirer können immer wieder den Dreierriegel der Gegner knacken. Vor dem Schußkreis waren wir dann aber oft zu ineffizient und die Mödlinger Verteidiger können uns mehrmals abfangen. In dieser offenen Phase des Spieles vergeben wir nach einem Stockschlag des Torwarts einen Siebenmeter und auch die Mödlinger verstoppen einen Ball völlig freistehend zwei Meter vor dem Tor.
Die Grazer zeigen aber taktische Disziplin und kommen so auch 1:50 Minute vor Schluß zu ihrer dritten Ecke. Heli Promitzer zieht ab und setzt den Ball zum 2:2 unhaltbar unter die Latte ins Tor. Die Mödlinger haben jetzt nichts entgegen zusetzen, und die Steirer spielen diesen wichtigen Punkt "nach Hause".
Sicherlich die beste taktische Leistung der Grazer Herren in dieser Meisterschaft. Die Ausfälle in der Mannschaft wurden perfekt kompensiert. Schon morgen, gegen die zur Zeit drittplazierten Hernalser können wir auf eine vollere Ersatzbank zurückgreifen.
HC Graz bleibt nach diesem Spiel auf dem zweiten Tabellenplatz. Prater HS kann nach ihrem heutigen 6:1 Erfolg gegen Blau Gelb punktemässig gleichziehen, belegt aber mit einem Spiel mehr und dank der direkten Begegnung (und der schlechteren Tordifferenz) den dritten Tabellenplatz.
Sollten wir es schaffen, diese Mannschaftsleistung in den Jännerspielen, welche wir endlich mit vollzähligem Kader absolvieren können, beizubehalten, werden wir zu recht den begehrten Relegationsplatz nach Graz holen.
Bericht: Helmut Promitzer.
11.12.04 | Universitas - HC Graz | Ergebnis: 3:6 (0:2)
Torschützen: Mark Kröll, Helmut Promitzer, Manfred Berger, Gerhard Kubassa 2, Frank Hartmann | KE: 10/1 : 3/3
Gegen den Tabellenführer konnten wir wieder nur ersatzgeschwächt mit zwei Wechselspielern beginnen. Da unser Gegner ein volle Ersatzbank mit fünf Wechselspielern hatte, gingen wir defensiv eingestellt in dieses Spiel. Und heute ging unsere Kontertaktik zumindest von den Spielanteilen her gesehen besser auf. Die ersten Minuten waren geprägt vom Abtasten der Mannschaften, wobei Universitas die klar bessere Chancenauswertung zeigte. Dem Verlusttreffer zum 0:1 konnten wir leider nur einen Lattentreffer von Reinhard Brantner entgegensetzen und Universitas konnte zum Pausenstand auf 0:2 erhöhen.
Nach der Pausenstandpauke schalteten sich auch unsere Offensivkräfte besser in den Spielaufbau ein und Frank Hartmann konnte nach Pass von Gerhard "Kubi" Kubassa endlich den Anschlußtreffer zum 1:2 im Tor unterbringen. Darauf endlich die erste Ecke für HC Graz. Universitas läuft falsch heraus bzw. bleibt stehen, und Helmut Promitzer kann sich das Eck aussuchen, wählt das kurze und schlenzt den Ball zum 2:2 ins Netz.
Jetzt entwickelt sich ein offeneres Spiel. Beide Mannschaften vergeben allerdings mehrmals in aussichtsreicher Position vor dem Tor. So trifft Helmut Promitzer zwei Meter vor dem im Tor liegenden Goalie nur das Stangenkreuz und unser Torwart Christian Savora läuft mehrere kurze Ecken unsere Gegner ab.
Zu unserer Überraschung zeigt unser Gegner nun trotz voller Ersatzbank konditionelle Schwächen und wir können duch zwei Eckenschlenzer von Kubi auf 2:4 davonziehen. 6 Minuten vor Schluß erzielen die Wiener den Anschlußtreffer zum 3:4. Damit haben die Blau Weißen aber ihr Pulver verschoßen und Mark Kröll bringt uns 5 Minuten vor Schluß wieder mit zwei Tore in Front. Zu unserem Glück kann auch in dieser Phase Universitas seine kurzen Ecken nicht in unserem Tor unterbringen und Manfred Berger erzielt 10 Sekunden vor Schluß den Endstand von 6:3 für HC Graz.
Somit konnte sich der HC Graz nach seinem vierten Spiel und dem 7. Spieltag der Meisterschaft das erste mal an die Spitze der Tabelle setzen.
Tabellenstand im Laufe der Meisterschaft
Mit spielentscheidend waren sicher auch die Standards: Unsere 3 kurze Ecken führten alle direkt zu einem Torerfolg, wohingegen Universitas von annähernd 10 Ecken nur eine im Tor unterbrachte. Auch konnten wir den Spielaufbau unseres Gegners vor allem in der Spielfeldmitte besser unterbinden. Für unsere nächsten Spiele gilt, die Ballverluste in der Vorwärtsbewegung zu minimieren und in der Defensive darauf zu achten, weniger kurze Ecken gegen uns zu erhalten.
Bericht: Helmut Promitzer.
05.12.04 | Prater HS - HC Graz | Ergebnis: 4:5 (3:2)
Torschützen: Thomas Pokorny 4, Markus Stern
Wir starteten in diese Partie mit nur zwei Wechselspielern. Unter anderem fehlte unser Kapitän und Stütze der Abwehr Mark Kröll nach einem Cut, welches er sich in der letzten Minute des Spieles vom Vortag zuzog. Die Schwellung über dem linken Auge machte es ihm unmöglich die Reise nach Wien Liesing anzutreten.
Wir wollten diese Partie also defensiv anlegen und über schnelle Konter zu Torchancen kommen. Die ersten beiden Ecken der Gegner brachten uns (nach zwei Abgebervarianten) jedoch sogleich einen 2:0 Rückstand ein. Nach diesen beiden Toren stellten wir unsere Eckenabwehr um, und gaben Prater HS in der eigenen Hälfte nicht mehr die Möglichkeit ihr Spiel aufbauen zu lassen.
So konnten wir über schnelle Kombinationen die gegnerische Verteidigung auch besser unter Druck setzen. Unsere erste Ecke ging nach einem Schlenzball von Helmut Promitzer noch knapp am Tor vorbei. Die zweite Ecke durch Thomas Pokorny von der Abgeberposition brachte uns dann mit dem Anschlußtreffer wieder ins Spiel. Nach dem 3:1 für Prater brachte uns wieder Thomas Pokorny kurz vor der Pause mit seinem zweiten Tor auf 3:2 heran.
In der zweiten Hälfte witterten wir unsere Chance und nutzten die Schwächen der Gegner in der Spielfeldmitte besser. Nach dem Ausgleich zum 3:3, wieder Tom Pokorny, war die Partie wieder offen. Die Angriffe von Prater konnten nicht zuletzt dank unseres Torwarts Christian Savora, der sich in vielen 1:1 Situationen gegen die gegnerischen Stürmer auszeichnete, abgewehrt werden. Und auch unsere Eckenabwehr funktionierte nun und wir mußten keinen Gegentreffer mehr aus einer Standardsituation hinnehmen.
Nun schalten sich auch Johannes Grill und Manfred Berger, welche in der Verteidigung ihre Defensivaufgaben fehlerlos bewältigten vermehrt in die Offenive ein. Nach dem 4:3 für HC Graz durch Markus "Wayne Groulx" Stern stellt Prater HS 3 Minuten vor Schluß auf 4:4. Beide Mannschaften geben sich aber mit einem Punkt nicht zufrieden und drängen auf das Siegestor.
2 Minuten vor Schluß muß unser Center Gerhard "Kubi" Kubassa, der bis dahin die gesamte Spielzeit am Feld war, und die Gegner mit seiner Ballsicherheit immer wieder gefährlich in Bedrängis brachte, nach einem Zusammenstoß mit Kaut wegen seines "brummenden Schädels" vom Feld.
Nun spielen beide Mannschaften alles oder nichts.
Nach einem Pass von Helmut Promitzer aus der eigenen Hälfte an den gegnerischen Schußkreisrand läßt Thomas Pokorny den Prater Torwart mit einem kurzen Vorhandhacken keine Chance und fixiert 20 Sekunden vor Schluß den 5:4 Endstand.
Diese Partie, und das heutige 8:4 des HC Hernals gegen Blau Gelb, zeigte nach unserer Niederlage vom Vortag, dass in der heurigen B-Liga praktisch alle Mannschaften den Willen und das Können haben, und um einen der beiden begehrten Relegationsplätze für den Auftstieg in die höchste Spielklasse mitspielen.
Bericht: Helmut Promitzer.
04.12.04 | HC Graz - HG Mödling | Ergebnis: 3:5 (0:2)
Torschützen: Kubassa Gerhard 3
Mit dem Wissen, daß uns in diesem zweiten Spiel der Meisterschaft der erste Gegner um den Kampf für einen der beiden begehrten Relegationsplätze gegenüberstand, starteten wir in dieses Partie. Allerdings begannen wir nicht annähernd so gut wie das Wochenende zuvor. Wir hatten große Schwierigkeiten den Spielaufbau der Mödlinger zu unterbrechen, unsere Zuteilung Center/Defensive war bei weitem nicht so gut, wie in der Vorbereitung. So konnte Mödling mit ihrem freien Mann vor unserem Torwart Chance um Chance herausspielen, scheiterten aber oft an unserem Christian Savora im Tor oder an ihrem eigenen Unvermögen.
Unsere Vorwärtsbewegung wurde oft von den, von Christian "Grisu" Taus bestens eingestellten Mödlingern früh unterbrochen. Es wurden in der ersten Halbzeit zu wenig zwingende Torchancen herausgespielt. Durch ein Tor, nur wenige Sekunden vor der Pausensirene, konnten die Mödlinger zur Halbzeit auf 2:0 stellen. Wieder konnte ein Ball durch die Mitte nicht abgefangen werden.
In die zweite Halbzeit starteten wir besser. Wenige Minuten nach der Pause konnte Gerhard "Kubi" Kubassa einen 7m verwerten. Wir versuchten Druck zu erzeugen, allerdings war an diesem Tag das Glück nicht auf unserer Seite. Kurze Ecken wurden verstoppt, Überzahlangriffe endeten am gegnerischen Goalie, ohne auch nur ein Abspiel versucht zu haben und das leere Tor wurde von uns mehrmals nicht getroffen. Auf der anderen Seite schafte es Mödling seine Führung zu halten bzw. wenn wir unsere Chance durch einen Anschlußtreffer witterten immer wieder ebenfalls ein Tor zu erzielen.
4:27 Minuten vor Schluß stellte Mödling auf 1:4. Durch wieder einmal unnötiges Reklamieren mußten wir 3 Minuten mit einem Mann weniger auskommen (Gelbe Karte für Promitzer, wenigstens die Mannschaftskassa wirds danken).
Bezeichnend, daß wir in dieser Phase der Unterlegenheit unser bestes Hockey in diesem Spiel zeigten, keinen weiteren Gegentreffer erhielten und Kubi durch seinen zweiten Siebenmeter an diesem Tag auf 2:4 stellen konnte. Eine Minute vor Schluß konnte Mödling durch eine Abgebervariante auf der rechten Seite ein weiteres Eckentor erzielen, sodaß Kubis dritte Tor an diesem Tag durch einen Stecher nur noch der Ergebniskorrektur diente. Mödling war an diesem Samstagabend in der Grazer Unionhalle, die klar bessere Mannschaft. Sie konzentrierten sich besser als wir darauf, daß im Hallenhockey das Umschalten von Offensive auf Defensive von allen Spielern schneller zu bewerkstelligen ist, als wir es an diesem Tag zeigten.
Bericht: Helmut Promitzer.
28.11.04 | HC Graz - Blau Gelb | Ergebnis: 14:4 (7:3)
Torschützen: Markus Stern 4, Manfred Berger 2, Gerhard Kubassa 3, Reinhard Brantner 1, Erenli Kai 1, Thomas Pokorny 1, Mark Kröll 1, Helmut Promitzer 1
Nach 5 Minuten stand es 5:0 für HC Graz. Leider scheiterten wir in der Offensive in weitere Folge zu oft durch eigenes Unvermögen am gegnerischen Goalie. Eigenfehler in der Vorwärtsbewegung brachten uns in der ersten Halbzeit drei Gegentreffer ein, sodaß es zur Halbzeit "nur" 7:3 für uns stand.
In der zweiten Halbzeit besannen wir uns ein wenig mehr darauf, dass Hockey ein Mannschaftssport ist und so konnten wir über schönes Kombinationsspiel über die rechte Seite unsere Stärken ausspielen.
Gegen den wahrscheinlich leichtesten Gegner dieser Meisterschaft war dieses Auftaktspiel eine gute Möglichkeit uns als, vor allem in der Defensive neu formierte Mannschaft ein wenig einzuspielen. Florian Grill, welcher kurzfristig nach längerer Pause im Tor einspringen mußte, war seine längere Hockeyabstinz nicht anzumerken. An den Gegentreffern, welche aus Eigenfehler unserer Feldspieler entstanden war er schuldlos.
Bericht: Helmut Promitzer.